Zur Startseite www.supervision-coaching-hamburg.de Regina Häger & Gabriele Runge-Soppe - Supervision in Hamburg

Theatertherapie
Regina Häger

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Theatertherapie


 

1. Therapeutisches Theater


Theatertherapie ist eine integrative,erlebnisorientierte Therapieform. Soziale, emotionale und kognitive Erfahrungen werden integriert und unmittelbar in Handlungskonsequenzen umgesetzt.
Dabei wird die Bühne als Ort des Probehandelns genutzt.
Aktivierende und emotionsfördernde Methoden und Techniken des Theaters, der Gruppendynamik, des psychodynamischen Rollenspiels, des Psychodramas so wie systemische Sichtweisen werden als Diagnose - und Entwicklungsinstrument angewandt.

Im Zentrum meiner theatertherapeutischen Arbeit steht die Aktivierung der Handlungs- und Ausdrucksfähigkeit, die bewusstere Wahrnehmung und das Verstehen von Emotionen sowie die Förderung der Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung.

Begriffe wie "Szene", "Rolle", "Inszenierung", "Regie", "psychophysische Techniken" werden auf komplexe soziale Situationen übertragen und auf der Bühne real (im SKT) oder verfremdet (im therapeutischen Theater) dargestellt.
Es gibt immer ein Publikum (Mitpatienten und Therapeutin), welches die Aufgabe hat Rückmeldung über ihre individuelle Wahrnehmung zu geben. Hierbei hat der Darsteller die Möglichkeit zu überprüfen, ob das, was er zeigen wollte auch beim Zuschauer angekommen ist. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen Darstellern und Publikum.

Im Laufe der 16 Jahre in der psychiatrischen Tagesklinik habe ich im Rahmen von Theatertherapie
3 Konzepte für unterschiedliche Krankheitsbilder entwickelt.


  Das Konzept habe ich entwickelt für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen deren hauptsächliches Ziel die Verbesserung ihrer Beziehungsgestaltung ist.

Therapeutisches Theater eröffnet die Möglichkeit die sinnliche Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit sowie die emotionale Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln und zu differenzieren und Spielfreude zu erleben.
Zur Entwicklung von Spielfreude finden zu Beginn zunächst Gruppenübungen statt. Hat sich in der Gruppe Vertrauen hergestellt wird in Kleingruppen, Paaren und Solodarstellungen gearbeitet.
Die Patienten üben sich in sozialer Wahrnehmung und der Fähigkeit mit anderen Menschen in Beziehung zu treten, mit ihnen zu kommunizieren und umzugehen. So haben Sie die Möglichkeit das eigene Tun nicht nur für sich sondern auch als Teil eines Beziehungs- geschehens verstehen zu lernen.

Die introspektive Fähigkeit wird gefördert, indem sich der Patient im eigenen Spiel erkennt, darüber reflektiert und seine Erfahrung mitteilt.
Durch die Externalisierung von Konflikten
erfährt der Patient einen Schutz vor der Preisgabe seiner biographischen Identität, welcher sich angstmindernd auswirkt.
Trotzdem kann er sich durch das Handeln in einer Rolle im Rahmen einer Szene oder Inszenierung sozial verständlich machen.

2. Soziales Kompetenztraining


 

3. Emotionstraining


Dieses Gruppentraining habe ich für Menschen in psychischen Krisen entwickelt deren Hauptziel die Wiederherstellung von Arbeitsfähigkeit ist.
Szenische Rekonstruktionen von Lebenssituationen ( privat und beruflich) stehen im Mittelpunkt. Das psychodynamische Rollenspiel trägt zur Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung bei und eröffnet alternative Handlungsmöglichkeiten.
Inhaltliche Schwerpunkte sind:
  • 3 Themenblöcke: Recht durchsetzen, selbstsicheres Verhalten in Beziehungen
    und für Sympathie werben
  • Diskriminationstraining: Unterscheiden lernen von aggressivem, unsicherem und sicherem Verhalten
  • Rollenspiel mit Sharing ( Zuschauer erinnern sich an ähnliche Situationen, dadurch erlebt der Protagonist, daß er mit seinem Problem nicht allein da steht, es bekommt allgemein menschliche Züge)
  • Texte lesen, reflektieren und assoziieren
  • Hausaufgaben ( Theorie und Exposition)

 

Das Konzept haben wir im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelt und durchgeführt.
Es wurden die Wirkfaktoren der Theatertherapie in Bezug auf die emotionale Ausdrucksfähigkeit in Mimik und Gestik bei schizophrenen Patienten mit Psychoseerfahrung untersucht.

Darüber hinaus habe ich ein Manual geschrieben und das Training durchgeführt.
Vorher und hinterher wurden Tests mit den Patienten gemacht, um die Wirksamkeit des Emotionstraining überprüfen zu können.

 
 

Entwicklungsprozesse


  • Wahrnehmen und Verstehen von Emotionen und Verhaltensweisen
  • Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit und Übereinstimmung von Körpersprache und  Sprache (Beispiel: Mimische Kette, Urbild-Endbild)
  • Erkennen und Benennen des Verdrängten, Abgewehrten ( beim Darsteller durch die  Improvisation, beim Zuschauer durch "sharing")
  • Fähigkeit zur Förderung der Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung (Beispiel:  Umgang mit Nähe und Distanz, Entschiedenheit und Empathie)
  • Fähigkeit des Erinnerns und Bewußtwerdens von Wiederholungen
  • Wahrnehmungs- Handlungserweiterung
  • Wahrnehmung der Übertragungsprozesse durch Reflexion des Handelns
  • Kognitive Neustrukturierung

     

    © Regina Häger Hamburg den 02.12.2007

     

 


Update: 18.11.2015    by: info@regina-haeger.de